Zahnarzt München

Was ist eine Zahnwurzel?

Jeder Zahn besteht aus einer Zahnwurzel und einer Zahnkrone. Backenzähne haben meist zwei Wurzeln (siehe Abbildung), einige sogar drei Wurzeln. In jeder Wurzel befindet sich mindestens ein Hohlraum, der die Wurzel längs durchzieht (sog. „Wurzelkanal“). In diesem Wurzelkanal verläuft der Zahnnerv sowie Blutgefäße. Diese halten den Zahn am Leben. Dass der Zahn lebt, merkt man zum Beispiel, wenn er auf Kälte oder saure Lebensmittel empfindlich reagiert. 

 

 

 

Wann ist eine Wurzelbehandlung nötig?

Das Ziel der Wurzelbehandlung ist, sämtliche toten oder entzündeten Nervanteile und Bakterien aus dem Zahn zu entfernen. Anschließend wird der Wurzelkanal dicht mit einem Füllungsmaterial versiegelt. Um das zu erreichen, muss äußerst penibel gearbeitet werden. Es genügt dabei nicht, dass nur die gröbsten Anteile des toten Materials entfernt werden. Der Wurzelkanal muss auf seiner vollen Länge gereinigt werden. Das kann nur unter Zuhilfenahme modernster Gerätschaften erfolgen. Zudem muss der Wurzelkanal häufig mit desinfizierenden Lösungen gespült werden. Viele Wurzelkanäle, vor allem die der Backenzähne, weisen starke Krümmungen auf. Die Aufbereitung und Reinigung solcher Kanäle ist nur mit hochflexiblen Instrumenten möglich. Eine Wurzelbehandlung kann deshalb durchaus etwas länger oder auch mehrere Sitzungen dauern. Im Gegensatz zu anderen Therapien gibt es bei der Art der Wurzelbehandlung auch kaum Alternativen. Nur eine aufwendige Behandlung, bei der modernste Materialien und eine ausgefeilte Technik zum Einsatz kommen führt dazu, dass der Körper den behandelten Zahn nicht als Fremdkörper erkennt und er noch über viele Jahre erhaltbar ist. Aufgrund des hohen zu betreibenden Aufwandes ist eine Wurzelbehandlung häufig mit Kosten verbunden, die der Patient teilweise privat zu tragen hat. Aber sowohl der zeitliche als auch der finanzielle Aufwand lohnen sich in den meisten Fällen. Meist kann so der Zahn erhalten werden kann und andere meist teurere Behandlungen, die beim Verlust eines Zahnes notwendig würden (z.B.Implantatoder Brückenversorgung), vermieden werden können.

Wurzelbehandlung bei AllDent

AllDent bietet zwei Methoden der Wurzelbehandlung an:

 

Variante 1: Hochmoderne Instrumente

Bei dieser Variante erfolgt eine Behandlung nach aktuellem Stand der Wissenschaft. Die Wurzelkanäle werden mit modernen hochflexiblen Instrumenten behandelt. Im Gegensatz zu früher erfolgt die Bearbeitung der Wurzelkanäle nicht mit reinen Handinstrumenten, sondern mit maschinellen Instrumenten, die zu einer gleichmäßigeren und exakteren Säuberung des Zahnes führen. Um wiederholte Röntgenaufnahmen zu vermeiden, erfolgt die Längenmessung des Wurzelkanals mit speziellen modernen elektrischen Geräten.

 

Variante 2: Hochmoderne Instrumente + Mikroskop

Hier erfolgt die Wurzelbehandlung unter dem Mikroskop. Dies ermöglicht eine noch genauere Bearbeitung der Wurzelkanäle unter starker Vergrößerung (siehe Bild). Aufgrund der optimalen Ausleuchtung können auch kleinste, zusätzliche Wurzelkanäle gefunden werden. Die Variante ist dann dringend anzuraten, wenn es sich um schwer zugängliche oder kritische Zähne handelt. Sie wird zudem empfohlen, sofern ein Zahn bereits in der Vergangenheit mit einer Wurzelbehandlung versorgt wurde.



Mit Mikroskop: starke Vergrößerung und optimale Ausleuchtung

 

Was kostet eine Wurzelkanalbehandlung?

Siehe Einzelpreisliste.

Gut zu wissen

Woran erkenne ich eine gute Wurzelbehandlung?

Eine Wurzelbehandlung ist dann gelungen, wenn alle Wurzelkanäle gefunden, gereinigt und schließlich gefüllt werden konnten. Das Füllmaterial ist als weiße Linie im Röntgenbild erkennbar. Wenn die weiße Linie im Röntgenbild nur sehr schmal ist oder nicht bis an die Wurzelspitze geht, hat die Wurzelkanalbehandlung keine gute Prognose (linkes Bild). Es bildet sich dann häufig eine Entzündung im Kieferknochen, rund um die Wurzelspitze - im linken Bild erkennbar an dem schwarzen Schatten rund um die Wurzelspitzen. Im rechten Bild wurde der gleiche Zahn noch einmal behandelt, mit hochmodernen Instrumenten und unter dem Mikroskop. Das Resultat ist eine Wurzelkanalfüllung, die auf dem Röntgenbild durchgängig in allen Wurzeln bis an die Wurzelspitze geht.


schlechte Prognose                    gute Prognose

 

Was passiert nach einer Wurzelbehandlung?

Die Wurzelbehandlung endet mit der sogenannten Wurzelfüllung, einem Material, das in den Wurzelkanal eingebracht wird. Wurzelbehandelte Zähne werden mit der Zeit häufig spröde, da die den Zahn ursprünglich versorgenden Blutgefäße nicht mehr existieren. Aus diesem Grund und weil solche Zähne aufgrund ihrer Vorgeschichte meist zu großen Teilen zerstört sind, müssen wurzelbehandelte Zähne stabilisiert werden. Das Mittel der Wahl ist in fast allen Fällen eine Krone. Sie verhindert, dass sich im Zahn Risse bilden und der Zahn auseinanderbricht. Ist der Zahn sehr stark zerstört, muss unter Umständen vor der Krone ein Metall- oder Glasfaserstift in den Zahn eingebracht werden. Dieser stabilisiert den Zahn zusätzlich. Die Versorgung wurzelbehandelter Zähne mit einer Füllung, anstatt mit einer Krone, sollte vermieden werden. Eine Füllung kann den Zahn nicht ausreichend stabilisieren. Häufig brechen diese Zähne bei etwas größerer Belastung und müssen dann entfernt werden. Das ist auch deshalb schade, weil sich in diesen Fällen die aufwendige und zeitintensive Wurzelbehandlung nicht gelohnt hat.

Welche Arten der Wurzelbehandlung gibt es?

Eine Wurzelbehandlung (Endodontie) kann entweder konventionell unter der Lupenbrille oder mit Hilfe eines Dentalmikroskops durchgeführt werden. Die Eingriffe verlaufen technisch ähnlich mit jeweils modernsten Geräten. Allerdings sind bei einer mikroskopgestützten Behandlung die Genauigkeit und die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich größer.
Bei der konventionellen Wurzelbehandlung werden zunächst die Zahnwurzeln elektronisch vermessen und der Zahn geröntgt. Anschließend entfernt der Zahnarzt das entzündete Gewebe aus den Wurzelkanälen, sodass nur noch deren Wände bestehen bleiben. Mit einer speziellen Lösung wird gereinigt und desinfiziert. Eine thermoplastische Wurzelfüllung versiegelt das Innere der Zahnwurzel und verhindert zukünftigen Bakterienbefall. Danach wird der Zahn je nach Grad der Schädigung mit einer Zahnfüllung oder einer Überkronung versorgt.
Bei der Wurzelbehandlung unter dem Dentalmikroskop lässt sich der Zahn in einer bis zu 30-fachen Vergrößerung darstellen und sehr gut ausleuchten. Somit erhöht sich die Erfolgsquote deutlich und ermöglicht in vielen Fällen, dass der Zahn erhalten werden kann. Da im AllDent Zahnzentrum diese moderne Behandlungsweise sehr oft gewählt wird, haben die Zahnärzte große Erfahrung darin.

Darf jeder Zahnarzt eine Wurzelbehandlung durchführen?

Prinzipiell kann jeder Zahnarzt in seiner Praxis eine Wurzelbehandlung (Endodontie) durchführen. Der Erfolg hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören entsprechende technische Hilfsmittel, Fortbildungen und natürlich Erfahrung des Zahnarztes. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Zahn erhalten lässt, liegt ohne diese Voraussetzungen lediglich bei rund 40 bis 50 Prozent.

Wird die Behandlung durch einen erfahrenen Spezialisten und mit modernsten Therapiemethoden durchgeführt, steigen die Erfolgsquoten deutlich. Dadurch lässt sich bei vielen Patienten der Zahn langfristig erhalten. Teurer Zahnersatz wird überflüssig. Im Rahmen der gesetzlichen Krankenkasse werden dennoch die Kosten einer Wurzelbehandlung nur unter bestimmten Bedingungen erstattet.

Warum ist die Desinfektion der Wurzelkanäle entscheidend für den Behandlungserfolg?

Reinigung und Desinfektion der Wurzelkanäle sind maßgebliche Faktoren für den langfristigen Erfolg der Wurzelbehandlung. Gewebereste werden restlos entfernt. Durch spezielle Spülungen wird den Bakterien die Nahrungsgrundlage so gründlich wie möglich entzogen. Das Ziel ist völlige Keimfreiheit.
Nach der intensiven Reinigung müssen die Wurzelkanäle perfekt verschlossen werden. Voraussetzung dafür ist eine möglichst dichte Füllung, welche die Hohlräume der Zahnwurzel mit ihren winzigen Verästelungen vollständig ausfüllt. Die Anforderungen an das Material sind hoch. Es muss sämtliche Bereiche erfassen und darf nicht im Lauf der Zeit schrumpfen. Zusätzlich ist beim Einbringen sehr viel Erfahrung des Zahnarztes gefragt.

Was versteht man unter einer Wurzelspitzenresektion?

Eine Wurzelspitzenresektion wird erforderlich, wenn die Behandlung des Wurzelkanals allein nicht ausreicht. Das ist beispielsweise der Fall, wenn eine Entzündung an der Spitze der Zahnwurzel sehr weit fortgeschritten ist. Auch wenn ein Zahnwurzelkanal sehr stark gekrümmt ist, die Zahnwurzel feinverzweigte Seitenkanäle aufweist oder eine Entzündung trotz Wurzelbehandlung bestehen bleibt, eröffnet die Wurzelspitzenresektion eine Möglichkeit, den Zahn zu erhalten.

Sie ist ein chirurgischer Eingriff unter örtlicher Betäubung. Das Zahnfleisch und die Knochenhaut werden von außen durchtrennt. Die feine Wurzelspitze im Kieferknochen sowie entzündetes Gewebe lassen sich somit direkt entfernen. Das ist ein Vorteil dieser Methode. Denn danach tritt eine erneute Wurzelkanalentzündung nur extrem selten wieder auf. Der Nachteil besteht darin, dass der Kieferknochen Zeit zum Regenerieren benötigt. Nach etwa sieben bis zehn Tagen können die Nähte an der Wunde entfernt werden. Der Heilungsprozess wird nach drei bis sechs Monaten durch eine Röntgenaufnahme kontrolliert.
 

Ist die Wurzelbehandlung eine Kassenleistung?

Die gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlen die Wurzelbehandlung mit vorgeschriebenen Methoden unter bestimmten Bedingungen. Leider lassen sich mit der Therapie, die der Gesetzgeber vorsieht, weniger gute Ergebnisse erzielen als mit den Möglichkeiten der modernen Medizin. Die Erfolgsquoten bei der kassenfinanzierten Therapie liegen bei relativ niedrigen Werten von 40 bis 50 Prozent.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Wurzelbehandlung lediglich, wenn der Zahn sich als „erhaltungswürdig“ einstufen lässt. Bei den hinteren Backenzähnen etwa wird eine Wurzelbehandlung nur dann von der Krankenkasse übernommen, wenn sich der Zahn innerhalb einer vollständigen Zahnreihe ohne Lücke befindet. Auch wenn vorhandener Zahnersatz durch die Behandlung erhalten wird, werden die Kosten für eine Wurzelbehandlung erstattet.

Sind die Erfolgsaussichten unklar, bezahlen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Behandlung nicht. Genauso wenig werden die Kosten bei speziellen Behandlungstechniken getragen. Die mikroskopgestützte Wurzelbehandlung beispielsweise ist mit einem großen Zeitaufwand und höheren Kosten verbunden. Diese werden nicht komplett von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt. Zusatzversicherungen und private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel diese Kosten. Lehnt die gesetzliche Krankenkasse die Erstattung für eine Wurzelbehandlung ab, besteht allerdings die Möglichkeit, die Therapie privat zu bezahlen

Haben Sie weitere Fragen?

Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail. Wir sind Spezialisten für erfolgreiche Wurzelbehandlungen. Wir beraten Sie gerne telefonisch oder nach Terminabsprache persönlich im AllDent Zahnzentrum.

Unklare Begriffe?

Finden Sie eine Erklärung in unserem  Fachbegriffs-Lexikon.

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